Glowing Letters In The Dark: WASD
Tuesday, June 19th, 2012 at 21:21

So brandneu, dass sie nur in Umhängetaschen aus Asbest transportiert werden sollte: Die erste Ausgabe der WASD, einem Magazin mit dem Herz am rechten Fleck – und einigen blinden rundherum. Der Versuch einer (Selbst-)Kritik.

Das Konzept allein ist Grund genug, Geld in Richtung WASD zu werfen (hier möglich): Das Bookzine als Format, um den Texten Raum zu geben und Dauer, im Bücherregal. Texte über Computerspiele, die die Leitlinien von Texten über Computerspiele durchkreuzen. Keine Werbung, keine Abhängigkeiten. Essays statt Reviews, Kontexte statt Prozente, und eine einladende Geste an Nicht-Spieler, sich mit dem Medium vertraut zu machen. Für Christian Schiffer, den Herausgeber, sollte die WASD eine Art “11 Freunde für (Nicht-)Gamer” darstellen, für andere die “deutsche Kill Screen“. Für mich persönlich aber hätte es die Umsetzung dessen werden sollen, was ich damals, naiv und lautstark, als Thesen für die Neuausrichtung des Game-Journalismus an die Stirn beliebiger Vollposten nageln wollte. Auf dem Papier klang das alles so richtig, dass ich nicht umhin konnte, einen Text beizusteuern. Darin geht es um Paragaming, um die Liebe zur Wahrheit, die sich in der Liebe zu Schlechten Spielen ausdrückt. Und um The Last Eichhof, das beste Spiel über eine Schweizer Brauerei EVER. Der Text hat mal so begonnen:

Die notorisch lückenhafte CHRONIK DER BESTEN IDEEN ALLER ZEITEN lässt uns mit den Details zwar ebenso im Stich wie das Gedächtnis der Beteiligten. Trotzdem lässt sich mit einiger Sicherheit sagen, dass das Schicksal seinen Lauf durch eine Kneipe hindurch nahm, ein “Rössli” oder “Leuen” vermutlich, und sich zwischen Altherren-Zigarrenschwaden und pittoresk unter Plastikglocken ausgestellten Sandwiches seinen Weg bahnte, hin zu einem Tisch, an dem Daniel Schoch saß.

Nun liegt die WASD vor mir, und auf diesem Papier sieht die Sache ein wenig anders aus. Nicht, dass die erste Ausgabe von Grund auf misslungen wäre. Wer auch nur ein flüchtiges Interesse an Computerspielen hat, soll sich verdammt noch mal nicht so zieren und das Ding endlich bestellen. Sie bietet durchaus einige Perlen, sie liegt gut in der Hand, sie ist hübsch anzusehen. Und sie hat Probleme. Das entscheidende: Die WASD will klassische journalistische Ideale mit der Wucht einer 200-Seiten-Buch-Publikation vertreten – und untegräbt statt untermauert diese mit einer zu großen Nähe zu einer Publikationssphäre, die nach sehr anderen Gesetzen funktioniert. Ein großer Teil der Autoren und Autorinnen bewegen sich mehrheitlich im Web und selten im Printbereich. Vielleicht lässt sich das bei einer Publikation in dieser Zeit nicht verhindern. Umso mehr wäre es notwendig, zwischen den unterschiedlichen Bereichen zu vermitteln – etwas, was der WASD nicht recht gelingt. Und das Niemansland zwischen Web und Print ist ein reichlich unbequemer Ort.

Leck(tor) mich good

Die In-your-face-Geschichte gleich vorweg: Das offensichtlichste Problem der WASD ist das Lektorat, das, gelinde gesagt, als fahrlässig bezeichnet werden muss. Was das mit Blogs zu tun hat? Nun, sie sind nicht per se orthographisch minderbemittelter als Print-Publikationen. Aber sie existieren, wie der Captain in Folge 12 von Captain Obvious vs. The Invaders from Bullshitania bemerkt, in einem anderen Klima; es ist ok, im Web einen (zumindest orthographisch) fehlerhaften Text abzufeuern und  ihn später, bei Gelegenheit, oder gar nicht zu korrigieren. Oder dies zu lassen. (Ich bin anal-fixiert genug, um fehlerhafte Tweets zu löschen, und überzeugt davon, die Welt damit zu einem besseren Ort zu machen. Ich bin mir aber auch bewusst, dass nicht alle Welt so tugendhaft sein kann.) Ganz anders im Printsektor, in dem jeder Tippfehler von der Publikationen einen Splitter Glaubhaftigkeit, Seriösität und… Wert ablöst. Und die WASD büßt böse viele Splitter ein. Diese Nachlässigkeit kann zwar erklärt werden mit der Tatsache, dass die WASD fast vollständig von einem einzigen Mann als Freizeitprojekt gestemmt wurde; aber es wird dadurch nur bis zu einem gewissen Grad entschuldigt. Zumindest muss sich der Herausgeber den Vorwurf gefallen lassen, die Bedeutung des Lektorats unterschätzt zu haben – mit dem Resultat, dass nicht nur einige Leser, sondern auch einige Autoren für das Heft unrettbar verloren sind.

Aber wer ein Auge zudrückt (vielleicht weil er es sich vorher an einem Duden blau geschlagen hat), der kann derartige Kleinigkeiten ignorieren. Schwieriger zu übersehen aber ist der andere Bereich, in dem sich Blogger- und Print-Gewohnten beißen: Den konkreten Inhalten. Natürlich wäre es ungeheur 00er-Jahre, zu behaupten, Blogs ließen sich auf einen Inhalt reduzieren. (Katzenbilder, Pornographie und Online-Tagebücher!) Dennoch gibt es… Tendenzen. Im Duktus der Zeitschrift n+1 ließe sich etwa sagen, die Strukturen im Web „discouraged the stylistic virtues of concision, selectivity, and impersonality.“ Ein Satz, der gleich dreimal mit offenem Streuer Salz in die Wunden der WASD schüttet.

Ich nehm so was zu persönlich

Letzteres zuerst: Gefühlte 73% der Texte in der ersten WASD-Ausgabe wählen den Ich-Modus. Welches Spiel für mich schlecht war. Welches schlechte Spiel für mich gut war. Warum ich keine Spiele schlecht finden kann. (Das dann gleich in dreifacher Variation.) Aber jetzt pass auf: Das ist ein Problem. Weil, ein Ich macht noch keinen New Game Journalism. Als Faustregel aufs Auge gilt eher: Wenn du nicht als Person verflucht interessant bist und wenn du mir persönlich nicht wichtig bist (weil, guter Kerl oder so) oder in deinem Text letztlich von dir auf größere Zusammenhänge schließt, gehen du und deine Erfahrungen mir, dem Leser, am Arsch vorbei. Ausnahme zur Regel: Du bist ein begnadeter Styler, wie balkantoni. Aber unter uns, Leser: Das sind weder du noch ich. Keine Ausflüchte. Impersonality trifft man in der hiesigen Game-Blogosphäre eher nicht. Betrachtungen starten im Spiegel und bleiben dort hängen. Und dagegen ist grundsätzlich auch wenig einzuwenden: Ein guter solcher Text kann mir durchaus ans Herz wachsen. In der Häufung wird mir das Herze aber eher bange. (Mit ein Grund, warum ich den Elan im 52 Games-Projekt verloren habe.)

Natürlich gibt es gute Gründe für die Ego-Perspektive: „Am Ende sind wir uns halt alle selbst am nächsten.“ (Captain Obvious in der Schlussrede der 3. Folge von Staffel 4.) Schreib, was du kennst. Und was kennen wir besser, als uns? Recherche geht im eigenen Kopf immer noch am einfachsten. Es ist letztlich nichts anderes als der Weg des geringsten Widerstands. Um nicht zu sagen: Bequem. Und, naja, gut, ich weiß nicht, ob man von einem Heer freiwilliger Mitarbeiter mehr verlangen darf. Recherche. Kreativität bei der Themenfindung. Variation. Ok, ich weiß es doch: Man darf es nicht nur verlangen. Man sollte. Womit wir bei concision und selection angelangt sind, diesen beiden anderen Idealen, über die sich Web und Print in die Haare geraten. Die WASD scheint auch nicht recht zu wissen, an welchem Zopf sie zupfen soll.

Die Hand Gottes ist tot

Das vielleicht größte Problem der WASD ist schlicht: Es fehlt ihr an Redaktion. Woher ich das weiß? Aus dem einfachen Grund, dass mein Text massiv von einer guten Redaktion hätte profitieren können. (Und aus dem noch einfacheren Grund, dass Tim Rogers der einzige Mensch ist, dessen Schreiben nicht profitieren würde von einer guten Redaktion. Aber erstens ist Rogers Schreiben nichts als Abschweifung und wird zweitens anhand der Pointen pro Zeile bewertet und nicht anhand so profaner Dinge wie… Inhalt. Klammer zu.) Mein Text ist etwas zu verliebt in die – zugegeben liebenswerten – Aussagen der Interviewten, er ruckelt und stockt stellenweise arg. Concision it is not. Das ist nicht zwingend ein Aufruf für kürzere Texte. tl;dr is a lie, und es könnte gerade eine Chance der WASD sein, Texten den Platz zu geben, den sie brauchen. Aber lange Texte müssen mehr als alle anderen tight sein; und gezupft an meinem Text hat niemand außer mir. (Wir erinnern uns: der von Liebe blind war.) Mein Text ist aber längst nicht der einzige, dem ein Eingriff von oben gut getan hätte.

In der mangelnden Bereitschaft, redaktionell einzugreifen, ist die WASD nun weiß Gott nicht allein. Ich habe über die letzten Jahre in einer ganzen Bandbreite von Publikationen Texte untergebracht. Bei einer einzigen habe eine ernstzunehmende Redaktion erlebt, die weder ein stillschweigendes Durchwinken noch ein stummes Abändern des Texts after the fact oder ein stumpfes Durchdrücken eigener Vorstellungen vom „richtigen“ Schreiben war. Im besten Fall ist dies ein dialogischer Prozess, bei dem, nun ja… etwas gelernt werden kann. (Leute wie Kieron Gillen oder Leigh Alexander haben beide zu Protokoll gegeben, immens von ihrem ersten guten Chef-Redakteur gelernt zu haben.) Journalismus scheint immer häufiger ohne Redaktion in diesem Sinne auszukommen. Das ist… bedauerlich. Dennis und ich haben uns mittlerweile sogar in den Anonymen Redaktionsbedürftigen zusammengeschlossen und verrichten dort gegenseitig eine Arbeit, die eigentlich nicht unser Job wäre. Vielleicht ist die fehlende Hand hinter den Kulissen auch ein Charakteristikum des Schreibens im Web oder des Schreibens im 21. Jahrhundert. Aber sie ist nichtsdestoweniger eine vergebene Chance. Für die Autoren, aber auch für die WASD, für die das Feedback eine der wenigen Möglichkeiten wären, ihre Autoren zu entschädigen.

Redaktion bedeutet aber auch: selection, den Mut zur Auswahl. Mut ist hart. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer zusammen gerafft werden kann. (Meine eigene Leiche im Publikationskeller heißt derKosmonaut und lief voll in den Anfängerfehlerhammer, eine Zeitschrift machen zu wollen, weil wir eine Zeitschrift machen wollten, und nicht etwa, weil es etwas gab, das unbedingt hätten veröffentlicht werden müssen. Wir haben’s genau bis zur dritten Ausgabe geschafft.)

Es ist ein verfluchter Eiertanz: Fragt man jemanden, ob er/sie Interesse hätte, mitzumachen, wird er/sie die Hölle heraufbeschwören, wenn die Sau den extra erbetenen Text dann doch nicht bringt. (Christian gibt explizit zu Protokoll, Mühe gehabt zu haben mit dem Nein-Sagen. Er ist nichts, wenn nicht offen. Und liebenswert. Enorm liebenswert, dieser Christian.) Plus, hallo Geschäftssinn: Jeder Autor und jede Autorin ist eine persönliche Aufmerksamkeitsgenerierungsmaschine. Blogger sind sogar Maschinen, die Maschinen bedienen. Und nicht unbedingt dafür bekannt, einen Text nicht zu veröffentlichen, weil er irgendwelchen Maßstäben nicht genügt. Aber eben: We’re not in Blog-territory anymore. Und wenn jemand schon die enormen Eier aufbringt, ein solches Zeitschriftenprojekt anzugehen, dann müsste er auch die Eier haben, die Inhalte rigoroser auszuwählen. Beim dritten rundweg identischen Text die Hände zu verwerfen und zu sagen: „Ne du, hast du keine andere Idee?“ Oder den Mut, zuzugeben, dass eine an sich nett klingende Idee in der Umsetzung schlicht nicht funktioniert. (Die nämlich, Nicht-Spieler über Spiele schreiben zu lassen. An sich ein netter Gedanke. Könnte glatt sein. Ist es nicht. Es gibt einen Grund, weshalb Texte, die uns für ein Thema gewinnen können, von dem wir nicht einmal wussten, dass es uns interessieren könnte, von Leuten geschrieben werden, die verdammt viel über dieses Thema wissen. Die Nicht-Spieler Rezensionen in der WASD haben manchmal eine Pointe. Schlimmstenfalls aber sind sie ein riesiges „So what?!“ oder ein seitenlanger Ausdruck von abgefeierter Verachtung.) Oder auf den Punkt gebracht (concise, I am not): Die erste Ausgabe der WASD ist schlicht etwas lang geraten.

With A Little Help of Your Friends

Als Schlusswort wäre dies am Ende eines Vierseitentexts zu ironisch. Und zu böse. Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Die WASD ist bereits jetzt sehr nett und sollte von allen Interessierten unbedingt gekauft werden. (Hier, Herrgott, jetzt bestell das Ding schon endlich!) Aber sie hat, wie man als Beckenbauer vermutlich sagen würde, noch deutlich Luft nach oben.

Ein kühner Vorschlag: In die sollte Christian sich vielleicht nicht wieder am eigenen Haarschopf erheben. Anders gesagt: Wenn man schon ein Heft von Idealisten für Idealisten macht, kann man durchaus noch ein wenig mehr an deren Idealismus etablieren. Sie ackern lassen, die faulen Säcke. Nicht im Bereich der Auswahl. Die bleibt natürlich Chefsache. Ein Lektorat oder ein redaktionelle Rückmeldung zu einzelnen Texten aber könnte in geselliger Runde aufgesplittet werden. Sagen wir ganz im Lingo von SMS und Homepage: Peer Review. Peer Feedback. Bier für alle. Dieser Text hier ist eine gebotene wäre eine gebotene Hand. (Ich kenne sogar schon andere.). Ich reiche sie, zum Handschlag, zur Gratulation für die erste Ausgabe. Und fürs Anlegen an eine zweite, auf die ich, um das noch einmal zu betonen, sehr hoffe.

25 thoughts on “Glowing Letters In The Dark: WASD

  1. full ack zu den themen selektion und überflüssigkeit sowohl der nicht-gamer-schiene als auch der erlebnisaufsatzmentalität. zustimmung und kooperationsangebot meinerseits, was gegenseitige redaktion für nr 2 betrifft.
    zum thema lektorat jedoch eine relativierung: aus eigener beruflicher erfahrung weiß ich, wie undankbar das los des lektors gerade bei solchen liebesprojekten ist. da werden 200 seiten als freundschaftsdienst für geschätzte 500 euros korrigiert (wenn überhaupt), nur um dann ob des spagats zwischen verpflichtung und zeitbedarf erst recht alles nur halb zu bewerkstelligen. mit anderen worten: don’t shoot the proofreader. klar sind typos peinlich, klar sind sie trotzdem in jeder publikation und klar sollte christian bei nr 2 schlicht mehr geld in die hand nehmen, um einen professionellen job bezahlen zu können ( meinem tarif nach wären das wohl in etwa 1800 euro aufwärts). damit ist freilich noch kein redaktionell-inhaltliches “lektorat” von sachverständigen profis mit ahnung gemeint (lektoren mit games-know-how kenne ich außer mir selbst nicht), sondern schlicht ein kompetentes korrektorat.
    deine idee mit peer review finde ich hervorragend, allerdings müsste christian dann wohl oder übel sowas wie eine redaktion aufbauen, die die unbezahlte, logisch, aufgabe untereinander aufteilt und wasd somit vom einzelkämpferprojekt auf das nächste level hievt. das bringt wieder andere probleme mit sich.
    ich fand das niveau durchwachsen, manche texte hätten von totalamputation sehr profitiert, andere hätten gern länger sein können, manches war entbehrlich, anderes witzig oder gar essentiell. und die strenge gegenüber deinem text teile ich nicht. einenkurzen gutrn text zu schreiben braucht viel, viel zeit.
    zusammenfassung: d’accord, mehr einbindung, mehr personal, weniger texte, dafür besser redigiert. trotzdem ein guter start.

    • Keine Einwände, auch nicht beim Schlusssatz (ich hoffe, das klang alles nicht zu negativ).

      Und ja, ich wäre wohl präziser gewesen, wenn ich zeitweise “Korrektorat” statt “Lektorat” geschrieben hätte. (Fehlendes Lektorat!) Dass bereits ein gutes Korrektorat eine Heidenarbeit ist, will ich auch gar nicht bezweifeln. Ich sag nur, dass sie sich lohnt. Ob mehr Einbindung (blast die Hypetrompete zum Crowdsourcing!) da ein gangbarer Weg ist oder ob die sich potentiell neu ergebenden Probleme noch böser sind, kann ich nicht sagen. Ich alter Sohn einer direkten Demokratie wäre mal vorsichtig optimistisch – kann aber durchaus sein, dass die Realität der Zukunft mich voller Häme grün und blau prügeln wird.

  2. Meine Zustimmung.

    Abgesehen davon: “unrettbar verloren” finde ich zu dramatisch – treffender wäre “äußerst verärgert” oder “fuchsteufelswild”. Aber das ist nachvollziehbar, methinks. Schließlich hat der Mann den Titel meines Textes selbst im Inhaltsverzeichnis (!) mit Fehler untergebracht und ist dann dem Gespräch darüber aus dem Weg gegangen. Er hat sogar einen Post Aules (auf der WASD-Facebook-Seite) gelöscht, in welchem auch ich mich über das fehlende Lektorat ärgerte; deine Beschwörung eines Redaktuers lässt mich also grinsen.

    • http://www.youtube.com/watch?v=nWHfFdmisoo&t=38s

      Die Fuchsteufelswilde kann ich aber nachvollziehen. Wobei: Wenigstens wurde dein Name richtig geschrieben. Das Glück hatten Klement (auf dem Cover[!]) und ich nicht. Mein Blutdruck blieb zwar down mit der Sache, weil das quasi der abgelutschte Running Gag meiner gesamten Publikationslaufbahn ist, aber dennoch: Unnötig.

      Und das mit der “Redaktion” der facebook-Kommentare ist dann zugegebenermaßen nicht nur unnötig, sondern auch unschön. [!] (Ist “Redaktuer” ein glänzender Verschreiber oder ein feines Wortspiel? Dem Kontext jedenfalls ungeheuer angemessen.)

      • Ich habe mich leider nur vertippt.

        Auch weiß ich, dass ich mich mit meinem fortgesetzten Ärger und der entsprechenden Beschwerde immer mehr so einer würdelosen Divenpose nähere (insert self-conscious “haha” here), aber: Ich finde ja auch aufrichtig, dass mein Text einer der besten war – das ist mein humorlosester Ernst – und kann folglich gar nicht anders. Man drängt mich förmlich zur Diva!

        • “Diva wider Willen” klingt fast so schicksalsschwer wie “Endstation Babystrich”. Insofern sorry, wenn ich bestätigten muss: Der Text taugt. Wobei man der Fairness halber ja auch sagen muss: Er hat Nunchakus. Und die Anwesenheit von Nunchakus macht bekanntlich alles automatisch um 123% besser.

          (Da fällt mir jetzt, völlig nebenbei, ein: Ich suche schon länger nach einem guten Text über die Bruce Lee-Statue in Mostar, die für mich nicht nur dank Glanzdreschflegel eine der radikal bemerkenswertesten Geschichten der jüngeren Zeit ist. Da sich in Bronze-Bruce gleich mehrere tonezsche Kompetenzbereiche donnersfaustgleich bündeln, frag ich jetzt mal völlig aus dem Blauen heraus: Weißt du, ob diese Geschichte je in ihr würdiger Weise erzählt wurde?)

  3. So, jetzt…
    Ich muss dir in vielem zustimmen. Die WASD ist in ihrer gegenwärtigen Form ein wunderschönes Buch mit einigen Redundanzen. Natürlich hätte ein Korrektorat geholfen, ein Lektorat noch viel mehr. Ich erklär mir das Ganze aber durch die Entstehungsgeschichte, gerade als jemand der noch in allerletzter Sekunde zu dem Projekt gestoßen ist. Wenn man plötzlich (und ich denke, dass das Christian passiert ist) kurz vor Redaktionsschluss durch Mundpropaganda so viele Mails von willigen Schreibern bekommt, ist es schwer nein zu sagen – auch wenn sich dann manche Themen überschneiden.
    Für die Nummer 2 wird es da schon einfacher. Ich glaube, was am meisten fehlt, ist eine Redaktion oder wenn man es mal basisdemokratischer ausdrücken will, eine genauere Themenabsprache. Ich für meinen Teil habe enorm von Dennis profitiert, einfach, weil er mir gesagt hat, worüber er, du und Rudolf schreiben und noch mal über meinen Text gesehen hat (auch wenn es da schon zu spät war). Wenn man Nr. 2 mit allen bisherigen Autoren gemeinsam erarbeitet, im Austausch bleibt und sich genau aufteilt, hebt das das Niveau schon von selbst.
    Mein Eindruck der WASD ist auch eher gemischt, ich finde zum Beispiel die Spielwiese zwar nicht von den Texten aber von der Themenwahl wesentlich spannender. Mir ist ein Text, der an seinem eigenen Anspruch scheitert wesentlich lieber als der x-te Text, der den einfachen Weg geht und auf der persönlichen 1993-hab-ich-ein-schlechtes-Spiel-gespielt-Ebene bleibt.

    • Ich elender Streber hab meinen Text nur unwesentlich jenseits der geforderten Deadline abgegeben. Dass das Ding noch so spät wesentlich gewachsen ist, wusste ich nicht. Erklärt aber einiges.
      Und ja, Themenabsprache würde definitiv helfen – schätze aber, dass sich solche Dinge längerfristig eh einpendeln werde.
      “Mir ist ein Text, der an seinem eigenen Anspruch scheitert wesentlich lieber als der x-te Text, der den einfachen Weg geht.” Sowieso.

    • “Mir ist ein Text, der an seinem eigenen Anspruch scheitert wesentlich lieber als der x-te Text, der den einfachen Weg geht und auf der persönlichen 1993-hab-ich-ein-schlechtes-Spiel-gespielt-Ebene bleibt.”

      Hmm… ist es wirklich so einfach? Kommt natürlich auf Anspruch und eigene Vorlieben an. Mein Text (S. 38) wäre genau das gewesen was ich hätte lesen wollen, deswegen habe ich es geschrieben. Allerdings sehe ich mich weder als Autor noch als Mensch mit Schreiber-Ambitionen oder den Wunsch habend mit großer Lyrik mal einen Literaturpreis zu gewinnen. Auch wenn die Geschichten im Grunde immer ähnlich ablaufen, Einzelheiten und die persönliche Nähe zum Autor machen mir mehr Freude als eine “coming of age”-Story die Videospiele und Realitäten übereinanderlegt.

      Allerdings erfülle ich mit meinem Text auch zu 100% meine “Rolle” – von Aulbath wird zumindest in dem Dunstkreis unseres Blogs und bei Twitter das erwartet (so schätze ich es ein). Ob das für die Veröffentlichung in der WASD und dem mit ihr verfolgten Ziel entsprechend einhergeht muss Herr Schmidt entscheiden – aber mir ist Authentizität, die berühmte TRVENESS, wichtiger als Poesie. Wenn das dem “schönen Szenetyp” zu langweilig ist, habe ich alles richtig gemacht.

      Nur soviel sei gesagt, bei mir hätte es keinen verkehrten Screenshot gegeben. Und das Hinweisen auf besagten Fehler wäre nicht “getilgt” worden – aber ich sehe auch nicht aus wie die Typen auf S. 195.

      Ich schweife ab, dass größte Problem der WASD (und auch der Kritiker) ist mangelndes Feedback das konkret wird. Niemand ist geholfen wenn von “Schulaufsatzniveau” gesprochen wird – es fehlt da einfach Substanz mit der die Schreiber selbst etwas anfangen können.

      Als ich den Text einreichte war ich mir völlig unsicher, klar die eigenen Blogkollegen meinten “GO FOR IT!” – aber ich kann nicht sagen ob mein Text ankam oder nicht. Meiner Mutter hat er gefallen, Freundinnen eines Bloggerkollegen haben an den richtigen Stellen Spaß gehabt und jemand schrieb mir das er Alien 3 auch besaß und es Scheiße fand. Bei uns im Blog fand ein Leser den Text am Besten, weil er sich am Ehesten damit identifizieren konnte. Das freut mich alles, ist aber 0 Hilfe um mich in irgendeinerweise zu entwickeln. Im Gegenteil, es würde mich bekräftigen das weiterzumachen – es ist vermutlich einfach mein Ding, gerade als Spieler der alten Schule.

      Insofern, falls jemand Langweile hat, S. 38 – bitte ehrliche Kritik, handwerklich, inhaltlich – Feuer frei! Und seid bei der WASD 2 bitte genauso kritisch, aber konkreter – immerhin sollt ihr das Ding ja kaufen.

      • “Hmm… ist es wirklich so einfach?”
        Ne, ist es wohl tatsächlich nicht. die Ich hab versucht (gefühlte) Tendenzen anzusprechen, insofern bleibt die Kritik tatsächlich wenig konkret und watscht einzelne Texte unfair mit ab im Gesamteindruck.

        Es geht mir aber eher um das „x-te“ in Christians Aussage, nicht unbedingt um die Tendenz, aus der eigenen Vergangenheit zu erzählen. Ich hatte den Eindruck einer gewissen Repetition auf die Dauer. Wie er oben schreibt: Ein wenig Heftplanung und Themenabsprache hätte dem Ding gut getan.

        Das heisst aber nicht, dass ich jeden einzelnen Text, der von eigenen Erfahrungen ausgeht, schlecht gefunden hätte. Gerade „Einzelheiten und die persönliche Nähe zum Autor“ fehlten mir aber in manchen Texten. Der Autor blieb als Person gelegentlich blass. Oder vielleicht fand ich auch Versuche anstrengend, die zwar auf der rein persönlichen Ebene bleiben, aber diese dann eher ungeschickt verallgemeinern wollen. (Vgl. die Battlefield-Rezi, die zwar auch brutal subjektiv ist, aber dann doch immer wieder so klingt, als könne der Autor nicht fassen, warum nicht alle Spieler seine Langeweile/Abscheu, die doch einzig gesunde Reaktion sein müsste, nicht teilt.)

        Ich fand deinen Text aber einen der gelungeren. Vermutlich zum guten Teil aus Gründen, die du ansprichst: Dass es Details gibt, von Anfang an, die den Text persönlich statt allgemein machen. Dass du nicht ein verwaschenes Zwischending machst zwischen der Beschreibung des Spiels und deiner eigenen Erfahrung – Spiele werden beschrieben, aber der Fokus liegt konsequent auf letzterer. Und Konsequenz ist gut. Vermutlich spielt aber auch die von dir beschriebenen Erwartungshaltung dir, resp. deinem Schreiben gegenüber mit rein. Ich kenne dich resp. den Schreiben halt auch als „Spieler der alten Schule“ (von dem ich regelmässig Neues über alte Spiele lerne) – kann sein, dass ein Text von dir über Vergangenes von mir deshalb automatisch anders betrachtet wird als von jemandem, dessen Person(a) ich nicht kenne und die sich mir auch nicht über seinen/ihren Text in der WASD erschliesst.

        Falls du aber konkreteres Feedback willst (ob das dann nützlicher ist, kann ich zwar auch nicht sagen, aber ich kann’s ja versuchen): kannst du deinen Text irgendwo als GoodleDoc oder so hoch- und mich einladen? Wäre vielleicht praktischer als die Kommentarsektion hier. (Wobei ich übrigens auch an einer Einschätzung deinerseits an meinem WASD-Text interessiert wäre. Vermutlich haben wir tatsächlich unterschiedliche Vorlieben/Vorstellungen von Schreiben. Andere Perspektiven = gut, gelegentlich.)

      • @gotohaneda: Ich stimme absolut zu das Themenabsprache und Heftplanung sinnvoll gewesen werden. Und gerade beim Thema “Schlechte Spiele” kommt man wohl schnell darauf von den ersten, schlechten Erfahrungen mit Lizenzspiel X von Ocean und Co. zu erzählen – das Spannende ist ja, das wir diese Erfahrung alle irgendwo teilen ~ man hätte da sicherlich mehr machen können wenn wir nicht alle ins Unbekannte geschrieben hätten.

        Die WASD war jetzt halt so ein Megamix von unterschiedlichen Stilen. Ich habe deinen Text gerade gelesen (muss zu meiner Schande gestehen dass ich die WASD bislang eher überflogen statt ausgiebig gelesen habe) und finde schon das Anspruch, Zielgruppe aber auch Ziel unserer Texte unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich würde meine Sache eher in Richtung Kurzgeschichte definieren, während bei Dir ja doch ein fast schon wissenschaftlicher Ansatz gegeben ist. Weshalb ich mich in der Einleitung wohlgefühlt habe, Du mich aber dann zwischen Geschmacksrebellion und Paragaming verloren hast. Das war mir dann doch irgendwie zu weit weg vom Spielen. Was ich aber so erklären würde das Spiele in deinem Text einfach unter eher untypischen Maßstäben untersucht werden und es eigentlich gar nicht mehr um schlechte Spiele geht, sondern darum das mit einem anderen Blickwinkel diese Titel plötzlich interessant werden. Aber all das eben in theoretischen Sphären für Medienstudenten passiert, was man an der Schreibe auch ganz deutlich merkt – imo kein Text für jeden.

        Am Ende bleibt halt ein krasser Kontrast zwischen beiden Texten, Klolektüre (mein Text, ernsthaft wenn ich die bierselige Atmosphäre des “mit Kumpels über alte Spiele quatschen” gepackt habe, dann habe ich mein persönliches Ziel schon erreicht) und populärwissenschaftlichem Aufsatz (dein Text, könnte ich mir auch absolut als Vortrag an ‘ner Hochschule vorstellen).

        Und hier muss sich die WASD eben genauer platzieren und die Zielgruppe besser definieren bzw. überhaupt erstmal eine haben. Beide Sorten Text haben natürlich absolut eine Daseinsberechtigung, bleibt nur die Frage ob sie im selben Heft funktionieren. Gerade deswegen sind dann auch die Allgemeinplätze in der kritischen Bewertung des Heftes problematisch.

      • Ich habe die WASD jetzt erst gelesen und bin doch ziemlich positiv überrascht worden (allerdings war ich durch Vorfeldrecherche bzgl. der Rechtschreibfehler schon vorgewarnt). Allerdings sehe ich, ebenso wie ihr beiden, durchaus noch Luft nach oben: Manche Texte hätten durch ein ordentliches Lektorat mit Augenmerk auf Aufbau, Länge und Beim-Thema-des-Artikels-bleiben durchaus noch gewinnen können. Vor allem was den Stil der Texte angeht hat man einfach oft gemerkt, dass da keine journalistischen Profis am Werk waren.

        Zwei Anmerkungen zu eurer Diskussion:

        (1) Für mich hat gerade der Stilmix der Texte die interessant gemacht: Eher hochtrabend-essayistische Texte über die Frage, was Spiele im innersten ausmacht, stehen neben sehr persönlichen Erfahrungsberichten und (maximal)subjektiven Rezensionen. Das ist für mich der eigentliche Mehrwert der WASD gegenüber persönlichen Blogs oder gängigen Spielemagazinen – denn letztere weisen oft einen ziemlich einheitlichen Duktus und Stil auf, was dann entweder der persönlichen Vorliebe des Blog-Autors oder dem vorgebenen Redaktionsstil geschuldet ist. Gerade der Mix war es, der die Lektüre für mich unterhaltsam gemacht hat.

        (2) Texte von Nicht-Spielern/Hochsubjektive Rezensionen: Auch hier fand ich beide Elemente gerade gut! Ich bin (zum Leidwesen meiner Freundin) ziemlich begeisterter Battlefield 3-Spieler. Die wahnsinnige Technik und vor allem die riesigen Möglichkeiten zu kooperativem Vorgehen im Multiplayer machen BF3 für mich zum derzeit besten Multiplayer-Shooter. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hat mich der, _sehr_ subjektive BF3-Verriss in der WASD königlich unterhalten. Die Beschreibung dieses völligen Unverständnisses, wie man so was spielen, geschweige denn gutfinden kann, das schon fast zu einer Art Verachtung sämtlicher Shooter-Spieler wird, fand ich einfach super. :) (Jetzt wo ich drüber nachdenke – vielleicht hat es mir auch deshalb gefallen, weil ich ähnliche Reaktionen von meiner Freundin kenne…) Nun kann man sagen, dass diese Verächtlichmachung von Battlefield 3 schon deswegen unfair ist, weil der Tester den eigentlichen Kern des Spiels, den Multiplayer-Modus, offensichtlich gar nicht gespielt hat (und die Solo-Kampagne ist ja auch in der Tat nicht so richtig toll). Aber um Fairness geht es hier gar nicht, finde ich. Sondern um den Genuss, etwas, das man (asu welchem Grund auch immer) nicht mag, mit großem Genuss und ganz bewusst subjektiv-verzerrt zu filitieren und auseinanderzunehmen. Wenn das einigermaßen geistreich und mit schönen Worten gelingt, ist es einfach große Unterhaltung. (Kurze Abschweifung: Das wohl schönste Beispiel für so einen Rant im Bereich der Literatur ist das Buch “Holzfällen” von Thomas Bernhard. Sehr zu empfehlen.) Von daher finde ich auch nicht, dass Texte von Nicht-Spielern über Spiele grundsätzlich schlecht wären. Wenn so ein Text gut geschrieben ist, kann er einfach eine ganz neue Perspeltive zu den Spielen einnehmen.

        (3) Was weniger mit eurer Diskussion zu tun hat: Für mich als Spieleliebhaber aber online nicht allzu gut vernetzten Menschen war die WASD nebenbei auch eine ziemlich interessante Linkliste zu Seiten und Autoren, die sich mit Spielen beschäftigen, von denen ich aber noch nie gehört hatte (Toll fand ich bspw. den Hinweis auf die Crap Shoot-Kollumne von Richard Cobbett. Diese Perle wäre mir sonst wohl durch die Lappen gegangen. Und auch auf diese Seite hier wäre ich sonst wohl nicht gekommen…)

        Und zu guter letzt: Ich werde die zweite Ausgabe der WASD auf jeden Fall gerne wieder kaufen – wenn es sie denn geben wird…

  4. Re: Bruce Lee-Statue.

    Witzig: Hatte mal einen halbfertigen Text dazu und gab ihn auf, weil es im ehem. Jugoslavien nur so von sehr, sehr guten, witzigen und smarten Texten zum bronzenen Bruce und dessen Schändung zu hageln anfing – und ich stand vor der deutschen Sprache und einer Leserschaft, die das ganze am Ende schlichtweg “schrullig” gefunden hätte – so wie du ja auch. Es ist aber nicht allzu schrullig, sondern das altbekannte Wrack bosnischer Urbanität usw…

    • Ist das jetzt völlig daneben zu fragen, ob dann nicht ein Text, der deutlich macht, warum es keineswegs “schrullig” ist, umso sinnvoller gewesen wäre?

      Übrigens finde ich die Sache nicht interessant, weil “diese verrückten Balkanjungs den Bruce in Bronze (und später in rosa Plastik) gegossen haben, lol!” Darauf aufmerksam gemacht hat mich damals eine Freundin aus Mostar, die höchstens andeuten konnte, wie die Statue irgendwie zwischen, ich sag jetzt mal ganz gutbürgerlich, Performance Art, Provokation, Galgenhumor und echtem Notstand angesichts des Mangels einer positiv besetzten gemeinsamen Vergangenheit quer in der Landschaft steht. Und VHS-Piraterie. (Meine Worte, nicht ihre, Jahre später. Vielleicht findest du sie verfehlt – ich lass mich gern korrigieren.) Das altbekannte Wrack bosnischer Urbanität usw. ließ sie meiner Erinnerung nach aber aus. Jedenfalls: Wenn ich es nur „schrullig“ gefunden hätte, hätte ich die Meldung im Ticker gelesen, vergessen, und würde mich nicht sieben Jahre später noch dafür interessieren.

      Sehr gute, witzige und smarte Texten dazu sind mir in Sprachen, die ich verstehe, allerdings noch nicht begegnet. (Es gibt da einen eher interessanten, bei dem die Statue und ihre Artsverwandten unter dem Turbo-Label diskutiert werden. Ob er treffend ist, kann ich aber nicht beurteilen. Besonders witzig ist er jedenfalls nicht.) Insofern: Solltest du den Text je doch schreiben, lass es mich wissen.

  5. Pingback: w00t zum Sonntag | Superlevel

  6. Pingback: Ein Update, ein Update! « Dennis Kogel

  7. Bei einem Telefonat am Sonntag kündigte Christian für die nächste WASD “strengere Auswahlkriterien” (= er wird “Teaser” anfordern) an – und somit das Einzige, was ich einigermaßen akzeptabel finde, denn die Idee mit “peer-reviews” im Kreise “Gleichgesinnter” wohlwollend abzukumpeln ist mir unerträglich.

    • Nicht sicher, ob ein Gegenlesen zwingend in “wohlwollendes Abkumpeln” ausarten müsste. (Auch wenn die Gefahr sicher besteht.) Zumindest hätte es sprachliche Fehler ausmerzen können, wenn das Geld für ein Korrektorat/Lektorat fehlt.
      Aber “strengere Auswahlkriterien”, idealer Weise mit mehr Zeit zwischen Einreichen und Abdruck, klingt zweifelsohne wie ne gute/bessere Entscheidung.

  8. Fand diese kritische Betrachtung von einem Mitwirkenden wirklich interessant, danke dafür. Bin mir allerdings trotzdem nicht sicher, ob ichs nun kaufen soll.

    • Insgesamt würde ich schon sagen, dass sie lesenswert ist – und Dinge wie die Ortographie stören ja vielleicht auch weniger, wenn man vorgewarnt wurde. Am Ende läuft’s aber vermutlich eh ein wenig darauf hinaus, ob man das Projekt bzw. die kommenden Ausgaben unterstützenswert findet. (Die Texte kann man ja grundsätzlich vollständig als Vorschau im Web lesen, falls man es nur darauf anlegt. Im Zweifelsfalle also anlesen und dann entscheiden, ob man Papier, Texte und/oder die Idee gut genug findet, um in die Printausgabe zu investieren…)

  9. Also ich bin von der WASD sehr begeistert. Macht mir sehr viel Spaß, sie zu lesen. Hat mehr von einem Sachbuch, also von klassischen Spielemagazinen. Aber das ist ja genau das, was ich will, mich einfach etwas mit der Kultur rund um Spiele zu bschäftigen, jenseits von den etablierten Produktbewertungen. Da gefällt mir besonders die Vielfalt gut, ich möchte keine Zielgruppenfestlegung. Ich finde subjektive Erlebnisberichte genauso interessant wie wissenschaftliche Hintergrunderkenntnisse.
    Besonders gut fand ich auch den Beitrag, der in Richtung Spielesucht ging, oder Christian Schmidts Gedankenspiele zur Spiele-Umsetzung eines ohnehin schon miesen Films.

    Natürlich ist die hier genannte Kritik absolut berechtigt und das Magazin hätte soviel besser sein können. Aber das hat mich schon immer beim Kaufverhalten im Freundeskreis zur Gee gestört. Da wurde sich an einer Rezension aufgehangen, die irgendwie nicht mit der eigenen Meinung gepasst hat, und als Konsequenz doch wieder der Gamestar gekauft, obwohl da fast alles mies ist.

    Also bitte, gebt dem/der WASD eine Chance, denn wenn wir erst warten, bis das perfekte Magazin schon fertig erscheint, wird es nie dazu kommen.

    • Den letzten Satz kann ich durchaus unterschreiben. Vielleicht klang ich auch etwas zu moserig, aber die Kritik war durchaus konstruktiv gemeint – da ist schon viel vorhanden, aber durchaus noch Potential; meine Bemerkungen hatten das Ziel, dazu beizutragen, dass dies künftig vielleicht noch besser ausgeschöpft werden kann. Die Zeichen stehen übrigens gut, dass viele der Kinderkrankheiten in der zweiten Ausgabe angegangen werden – einer Ausgabe, zu der ich im Übrigen durchaus gerne wieder meinen Teil leisten werde.

      • Hatte ich auch weitesgehend so verstanden :) Das ging eher an Leute wie Roberto, die sich nicht sicher sind, ob sie die WASD kaufen sollten oder nicht.
        Dass die zweite Ausgabe überhaupt in Angriff genommen wird und viele Fehler ausgemerzt werden, ist natürlich schön zu hören.

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