• Christof Zurschmitten

Das Ende aller Dinge


KURZGESCHICHTE, in der ein Gedächtnispalast zum Spukhaus wird. Irgendwo zwischen persönlicher Familiengeschichte, Japonesquerie, und bodenständigem existentialistischem Horror.

Stephen King, den man für seine Hemdsärmeligkeit lieben darf, beantwortet die ewige Frage nach dem Ursprung seiner Ideen wie folgt:

I get my ideas from everywhere. But what all of my ideas boil down to is seeing maybe one thing, but in a lot of cases it's seeing two things and having them come together in some new and interesting way, and then adding the question 'What if?'

"Das Ende aller Dinge" ist in diesem, und nur in diesem, Sinn purer King: Auf der Suche nach einem möglichen Beitrag für den ersten Oberwalliser Literaturpreis verbanden sich Erinnerungen an das Haus meiner Grosseltern plötzlich mit einer Lektüre japanischer Sagen, in denen zu untotem Leben erweckte Alltagsgegenstände eine (meist diabolische) Rolle spielen.

Der Rest ist, wie man so sagt, Kurzgeschichte. Oder, wie man auch sagen könnte, ein unheiliges Experiment, in dem der Leichnahm von H.P. Lovecraft betrunken vom heimgekelterten Wein meines Grossvaters melancholisch zur Flötenstimme von Vico Torriani einen Fado tanzt im Gedenken an meine Grossmutter. Das ist definitiv Peak Zurschmitten, weshalb es auch konsequenter Weise mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet wurde.

Gelesen werden kann die Geschichte hier als PDF oder gedruckt in der Anthologie "TALWIND II: Oberwalliser Gegenwartsliteratur".

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